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Geboren 1975, studierte an der Hochschule für Musik
„Carl Maria von Weber“ Dresden Komposition und Musiktheorie sowie Klavier
und Dirigieren. Er setzte seine Kompositionsstudien im Rahmen eines
Aufbaustudiums an der Hochschule in Dresden und während eines einjährigen
Studienaufenthaltes als DAAD-Stipendiat in New York an der Manhattan School of
Music fortund ergänzte sie durch musikwissenschaftliche Studien an der
Martin-Luther. Universität Halle-Wittenberg. Im Jahr 2001 erhielt Michael Flade den Förderpreis für
junge Komponisten des Landesverbands Sachsen im Deutschen Komponistenverband.
Nach der Rückkehr aus den USA setzte er sich intensiv mit den Möglichkeiten
algorithmischer Komposition und musikalischer Programmierung auseinander. Die
Frage nach dem Potenzial interaktiver live-elektronischer Techniken steht im
Mittelpunkt seines derzeitigen Schaffens. Dabei ist die Entwicklung von jeweils
spezifischen algorithmischen Strukturen für eine bestimmte Komposition –
gleichsam als Erweiterung der Partitur – genauso wichtig wie die Erarbeitung
spezieller Notationsmöglichkeiten, die durch unterschiedliche Verhältnisse von
Festlegung und Freiheit den Musikern einen Spielraum geben, um einerseits
einzelne live-elektronische Aspekte zu steuern bzw. andererseits flexibel auf
das resultierende Klanggeschehen zu reagieren. Neben seiner kompositorischen Tätigkeit
hält Michael Flade seit 2001 an der Hochschule für Musik Dresden
Lehrveranstaltungen mit einem breiten thematischen Spektrum: Akustik,
Instrumentenkunde, Seminare zu Spezialthemen der Instrumentation im 20.
Jahrhundert, Musiktheorie, Gehörbildung, Analyse elektronischer Musik, Max/MSP-Programmierung,
Computernotation und Hauptfach Komposition. Seit 2006 hält er die
Lehrveranstaltungen im Fach Gehörbildung am Musikwissenschaftlichen Institut
der Universität in Halle. Von 2006 bis 2008 vertrat er die Professur für Elektronische Musik
an der Hochschule Dresden und leitete kommissarisch das Studio für
Elektronische Musik. |