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Johannes
Wulff-Woesten wurde 1966 in Jena geboren. Von 1986 - 1992 studierte er in Weimar
Dirigieren, Komposition und Klavier. 1989 wurde er in die
Meisterklassenabteilung im Fach Komposition aufgenommen. Seit 1991 ist er
Solorepetitor an der Staatsoper Dresden und seit 2000 Studienleiter. Von 1995 -
2001 war er Assistent von Giuseppe Sinopoli und übernahm Einstudierungen in Rom
und Mailand. Seit 1996 arbeitet er als musikalischer Assistent und Solorepetitor
bei den Bayreuther Festspielen. Seine
Werkliste umfasst viel Kammermusik, teilweise für ausgefallene Besetzungen,
aber auch eine Sinfonie, ein Klavierkonzert und 2 Kammeropern. Seit 1984
gelangen seine Werke regelmäßig zur Aufführung. 1989 wurde die „Sinfonie in
vier Sätzen” in Weimar uraufgeführt. 1992 gelangte ein „Konzert für
Klavier und Orchester” unter eigenem Dirigat in Weimar zur Uraufführung. Die
Kammeroper „Die weiße Fürstin” nach Rilke wurde 1997 in Meißen uraufgeführt.
2002 erlebte die Tangooper „Porqué...! Porqué...! Tango Orphée die erste
Inszenierung, 2006 „Gadžo – Eine Zigeuneroper“. In den letzten Jahren
wurden kammermusikalische Werke mehrmals in Kammerabenden der Sächsischen
Staatskapelle zur Aufführung gebracht, so z.B. die „Bayreuther Rhapsodie“
oder die „7 Lieder nach Gedichten von Nelly Sachs für Sopran und
Kammerensemble“. In
seinen Werken hat sich Johannes Wulff-Woesten oft mit der Thematik anderer
Kulturkreise beschäftigt, so durch Vertonung rumänischer, chinesischer und jüdischer
Lyrik oder das Studieren der Musik anderer Völker. Ihn interessiert die
Begegnung unterschiedlicher Kulturen auf musikalischer Ebene. Dabei versucht er,
durch diese Verbindung einen neuen Stil entstehen zu lassen. Gern
verwendet er ausgefallene rhythmische Strukturen, z.B. zusammengesetzte
Taktarten und besondere harmonische Zusammenhänge. Seine Musik basiert oft auf
melodiegeprägten, teils zwölftönigen Reihen, die die Zelle für den Aufbau
des gesamten Stückes sind. |